Prestige FM – BaFin stoppt Eigenhandel

Gegenüber der Euro Wealth OÜ (ehemals AllPro Tech OÜ bzw. früher Nostro Technology OÜ), Tallinn, wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die sofortige Einstellung eines grenzüberschreitenden Eigenhandels angeordnet, soweit von der Gesellschaft auf der von ihr betriebenen Handelsplattform www.prestige.fm deutschen Anlegern Differenzkontrakte (Contracts for Difference – CFD) auf Aktien, Handelswaren, Währungen, Indizies und Kryptowährungen angeboten worden ist.

Mit dem Angebot über die Handelsplattform von Differenzkontrakten auf Währungen, Aktien, Handelswaren, Indizies und Kryptowährungen hat die Euro Wealth OÜ nach Auffassung der BaFin gewerbsmäßig ein Eigenhandel nach § 1 Abs. 1a Satz 1 Nr. 4 lit. c Kreditwesengesetz (KWG) betrieben.

SafeMarkets – Vorsicht!

Bei der Firma SafeMarkets handelt es sich um eine Handelsplattform im Internet für Onlinetrading, wobei Anlegern sog. Forex-Handel und eine Teilnahme am Kryptotrading angeboten.

Es gibt viele Cryptocurrency trading Broker, wie z. B. die Firmen Tradeo, Trade.com, Markets.com, IQ Option, Etoro, BECFD, 24Option, coinbrokerZ, die einen entsprechenden Handel im Internet anbieten.

Bei Kryptowährungen handelt es sich um digitale Zahlungsmittel, wobei in diesem Zusammenhang auch festzuhalten ist, dass der Handel mit Kryptowährungen keiner Aufsicht durch die Regulierungsbehörden, wie z. B. der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht untersteht. Entsprechende Geschäfte sind hochspekulativ und es droht, vorausgesetzt, es wurden überhaupt Geschäfte getätigt, ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals.

Ähnlich risikobehaftet sind auch Forex-Handelsgeschäfte. Beim Forex-Handel (Handel mit Währungen) wetten die Anleger auf Veränderungen von Wechselkursen.

Im Internet findet sich eine Vielzahl von negativen Informationen zur Firma SafeMarkets. Anleger berichten davon, dass Guthaben nicht ausbezahlt werden sowie Transaktionen ohne die Zustimmung des Anlegers unternommen werden.

Capital Store Invest GmbH – Rückzahlung Nachrangdarlehen gefährdet

Zu dem Nachrangdarlehen CapStar One der Capital Store Invest GmbH, Marktredwitz, wurde von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemäß § 11a Abs. 1 VermAnlG eine Veröffentlichung bekannt gemacht.

Die Veröffentlichung bezieht sich darauf, dass der Capital Store Invest GmbH momentan keine ausreichenden liquiden Mittel zur Rückzahlung von gekündigten Nachrangdarlehen zur Verfügung stehen. Nach der Veröffentlichung, sollten die aus der Emission von Nachrangdarlehen eingenommenen Gelder, insbesondere für die Finanzierung eines Bauvorhabens, verwendet werden, das im August 2018 planmäßig fertigstellt wurde. Der Abschluss notarieller Kaufverträge zum Abverkauf der Wohnungen woraus liquide Mittel zur Rückzahlung der gekündigten Nachrangdarlehen vereinnahmt werden sollten, sei bislang mangels Vollzug des Nachtrages zu der dem Wohnungseigentum zugrunde liegenden Teilungserklärung nicht möglich gewesen. Um die grundbuchrechtlichen Voraussetzungen zum Abschluss notarieller Kaufverträge schnellstmöglich herbeiführen zu können, seien durch die Bauherren bereits im Mai 2018 rechtliche Schritte eingeleitet und entsprechende Klageverfahren angestrengt worden.

Wegen der noch nicht abgeschlossenen notariellen Kaufverträge hätten aber derzeit noch keine Veräußerungserlöse erwirtschaftet werden können und aus diesem Grund würde die Capital Store Invest GmbH momentan auch noch nicht über ausreichenden liquiden Mittel zur Rückzahlung gekündigter Nachrangdarlehen verfügen.

Weiterhin wird darauf verwiesen, dass die Fähigkeit der Capital Store Invest GmbH eine Rückzahlung auf die Nachrangdarlehen zu leisten, erheblich beeinträchtigt sei, solang keine Veräußerungserlöse erwirtschaftet werden könnten.

Andreas Peter Karl Müller – BaFin ordnet Abwicklung des Kreditgeschäfts an

Seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wurde Herrn Andreas Peter Karl Müller aus Wiesloch mit Bescheid vom 04.12.2018 die unverzügliche Abwicklung des Kreditgeschäfts aufgegeben.

Laut einer Mitteilung der BaFin vom 14.12.2018 bot Herr Müller Geldsuchenden den Abschluss von Darlehensverträgen an. Hierdurch betrieb er das Kreditgeschäft ohne die erforderliche Erlaubnis der BaFin.

Laut Mitteilung der BaFin wurde Herr Müller verpflichtet, die bestehenden Darlehensvereinbarungen durch vertragsgemäße Kündigungen der zugrundeliegenden Verträge abzuwickeln.

vg-concept Projekt- und Unternehmensbeteiligung GmbH – nicht erreichbar?

Von der vg-concept Projekt- und Unternehmensbeteiligung GmbH, Landshut, war Anlegern der Erwerb von Genussrechten angeboten worden.

Anleger konnten über eine Einmalzahlung mit einer Mindestbeteiligung von € 3.000,00 Genussrechte erwerben. Die Mindestlaufzeit betrug sieben Jahre, individuell für jeden Anleger. Anlegern wurde ein Ertrag von 6 % versprochen.

Die Gesellschaft soll über Internetpräsenzen nicht mehr erreichbar sein, Mails würden zurückkommen. Telefonnummern seien abgemeldet, so ein Bericht in investmentcheck.de vom 11.12.2018.

Das Kapital der Anleger sollte in Unternehmensbeteiligungen investiert werden. Geschäftsgegenstand der vg-concept Projekt- und Unternehmensbeteiligung GmbH ist insbesondere die Beteiligung an Unternehmen jeglicher Art sowie die Beteiligung an Projekten und die Ausstattung von klein- und mittelständischen Unternehmen mit Eigenkapital, soweit eine Genehmigung nach dem Kreditwesengesetz nicht erforderlich ist.

Der Geschäftsführer der vg-concept Projekt- und Unternehmensbeteiligung GmbH habe neben den Anlagen in Genussrechten der vg-concept Projekt- und Unternehmensbeteiligung GmbH Anlegern auch Anlagen in Form von Namensschuldverschreibungen, Nachrangdarlehen, partiarische Darlehen und stille Gesellschaften offeriert, wobei als Emittentin auch eine VG Capital Investors UG aufgetreten sei.

Life Forestry Switzerland AG – Bescheid BaFin bestandskräftig

Der Life Forestry Switzerland AG hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), wie berichtet, im September 2018 das öffentliche Angebote der Vermögensanlage mit dem Namen „Teakinvest“ über den Erwerb, die Pflege, sowie die Verwertung von Teakbäumen in Costa Rica und Ecuador in Deutschland untersagt. Der Bescheid der BaFin ist nun rechtskräftig.

Wie dargestellt, war das Verbot der BaFin erfolgt, weil die Life Forestry Switzerland AG keinen von der BaFin gebilligten Verkaufsprospekt für diese Vermögensanlage veröffentlicht hat, der die nach dem Vermögensanlagegesetz erforderlichen Angaben enthält.

Angeboten wurden Anlegern eine Vermögensanlage, die den Erwerb sowie die Pflege und die Verwertung von Teakbäumen in Costa Rica und Ecuador zum Gegenstand hatte.