Seitens der Staatsanwaltschaft wird gegen die Verantwortlichen der Firma Optioment.com wegen Betrugs ermittelt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein Schaden in Höhe von circa € 100 Mio. verursacht wurde. Dieser Schaden resultiert aus dem mutmaßlichen Pyramidenspiel des Bitcoin-Portals.

Die Firma Optioment.com warb mit 2 bis 4 % Rendite pro Woche und tatsächlich handelt es sich wohl um ein Schneeballsystem. Die österreichische Finanzmarktaufsicht hatte Optiment.com bereits im Januar wegen des Verdachts auf Betrug, Pyramidenspiel und Verletzung des Kapitalmarktgesetzes angezeigt. Experten warnten seit langem davor, dass Versprechungen von sehr hohen Renditen und Prämien für die Werbung weiterer Anleger auf Unseriosität und ein hohes Risiko bzw. auf ein Pyramidenspiel, das in absehbarer Zeit zusammenbrechen muss, hindeuten.

Anleger wurden teileweise über Vertriebsveranstaltungen geworben, in denen man das Thema Bitcoin und die Technologie dargestellt hatte. Es wurde u. a. damit argumentiert, dass ein Tradingroboter entwickelt worden sei, mit dem auf Arbitrage Handel gesetzt würde. Bei solchen Geschäften werden Preisunterschiede an verschiedenen Märkten zur Gewinnerzielung ausgenutzt.

Geschädigte Anleger kommen aus Deutschland, Österreich und der Türkei.

Betroffenen Anleger sollten anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen, um sich beraten zu lassen, wie ein Schadenswiedergutmachung erfolgen kann und welche Schadensersatzansprüche ggf. wie durchgesetzt werden können.

26.02.2018

Alexander Engelhard

Alexander Engelhard ist seit 1991 zugelassener Anwalt.

Seine Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Kapitalanlagerecht, Wertpapierrecht, Bank- und Börsenrecht, dem Recht der Warentermingeschäfte, im Erbrecht sowie dem internationalen Privatrecht.

Rechtsanwalt Engelhard ist darüber hinaus für verschiedenste Veröffentlichungen im Bereich des Kapitalanlagerechts verantwortlich.