Mehrere Anleger haben uns kürzlich, das heißt im Mai 2008 mitgeteilt, dass die Zinszahlungen der Anleiheobligationen in 2008 ausgeblieben sind.

Begründet wurde dies von einem Verwaltungsrat der Firma SwissKap AG namens Bernhart gegenüber Anlegern, die von der Kanzlei Engelhard, Busch & Partner vertreten werden, zunächst damit, dass eine Mitarbeiterin erkrankt sei und deshalb die fälligen Zinszahlungen ausgeblieben wären.

Nun verschickt die Firma SwissKap AG, datierend vom 30.06.2008 an Anleger Schreiben, in denen sie diese um Zahlungsaufschub bis 31.08.2008 bittet, da sie vor einer größeren Reorganisation stehen würde, die eine Konsolidierung der heutigen Situation und einen weiteren Ausbauschritt des Unternehmens vorsehen würde. Des Weiteren heißt es in diesem Schreiben, dass es sich bei der Reorganisation um eine komplexe Angelegenheit handeln würde und dass sich deshalb bei der Umsetzung der abgeschlossenen Verträge Verzögerungen ergeben hätten.

Diese Ausführungen der Firma SwissKap AG sind vollkommen unglaubhaft, nachdem die Firma SwissKap AG in der Vergangenheit damit argumentierte, dass eine Zinszahlung nur deshalb nicht erfolgt sei, da eine Mitarbeiterin erkrankt wäre.

Anlegern kann nur dringend geraten werden, sich nicht auf das Angebot der Firma SwissKap AG einzulassen und die Zinsen zu stunden.

Angeboten wurden von der Firma SwissKap eine Anleihensobligationen mit 5,75 % Zinsen p.a. und einer Laufzeit von fünf Jahren, wobei die Mindestbeteiligungssumme € 1.000,00 betrug. Das Gesamtvolumen der Anleihentranche betrug € 40 Mio. und die Laufzeit begann am 01.05.2005 und endet am 30.04.2010.

Im Prospekt gibt das Unternehmen an, dass der Unternehmensschwerpunkt die Verwaltung von Immobilien und die Beteiligung an anderen Unternehmen ist. Auf der Internetseite und im Verkaufsprospekt wird überwiegend das Umfeld der Firma erläutert. Zur Geschäftsentwicklung und wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens finden sich überwiegend nur allgemeine Marktberichte. Konkrete Zahlen liefern lediglich die Bilanzangaben. Demnach besteht das Anlagevermögen hauptsächlich aus Unternehmensbeteiligungen, die für das Geschäftsjahr 2004 einen Wert von 33,7 Mio. Franken ausweisen. Darüber hinaus ist ein hochspekulatives Venture-Capital-Investment mit seinem zukünftigen Wert bilanziert. Der prognostizierte Wert in der Bilanz geht davon aus, dass eine bei einem in neue Technologien investierenden US-Unternehmen getätigte Beteiligung irgendwann einmal 25 Mio. Franken wert sein könnte.

Vor der Firma Swisskap aus Zürich wird von verschiedensten Anlegerzeitschriften gewarnt.

Hier sollten auf Sicherheit bedachte Anleger Vorsicht walten lassen.

Betroffene Investoren, bei denen sich Schwierigkeiten bei der Abwicklung der Anleihen ergeben, sollten rechtlichen Beistand suchen. Es besteht die Gefahr, dass die Gesellschaft zahlungsunfähig wird, mit der Konsequenz, dass die Einlagen der Anleger verloren sind. Aktuell besteht die Gesellschaft jedoch noch. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger sich nicht weiter vertrösten lassen sondern handeln.

Alexander Engelhard

Alexander Engelhard ist seit 1991 zugelassener Anwalt.

Seine Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Kapitalanlagerecht, Wertpapierrecht, Bank- und Börsenrecht, dem Recht der Warentermingeschäfte, im Erbrecht sowie dem internationalen Privatrecht.

Rechtsanwalt Engelhard ist darüber hinaus für verschiedenste Veröffentlichungen im Bereich des Kapitalanlagerechts verantwortlich.