In dem Insolvenzverfahren der German Pellets GmbH fanden letzte Woche Gläubigerversammlungen statt, in denen hinsichtlich der Inhaberschuldverschreibungen und der Genussscheine gemeinsame Vertreter gemäß dem Schuldverschreibungsgesetz gewählt worden sind.

Nach den Berichten der Insolvenzverwalterin ist aber nahezu kein Anlagevermögen mehr vorhanden oder es lasten Sicherheiten darauf. Auch sind einige Vermögenswerte, wie etwa Autos oder Produktionsanlagen, geleast. Auch Immobilienvermögen ist mit Sicherheiten in erheblichem Maße belastet.

Die Forderungen der Insolvenzschuldnerin werden von der Insolvenzverwalterin auch als nicht sehr werthaltig bewertet, da Darlehen an Tochterunternehmen vergeben worden sind, die sich in Insolvenz befinden. Ein Darlehen in erheblicher Höhe ist auch an eine KAGO Wärmesysteme GmbH vergeben worden, über deren Vermögen ebenfalls ein Insolvenzverfahren anhängig ist.

Betroffene Gläubiger, die Ihre Hoffnungen daher nicht nur auf das Insolvenzverfahren setzen wollen, sollten einen im Kapitalanlagerecht versierten Anwalt prüfen lassen, ob es für sie über die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen gegen Verantwortliche der German Pellets GmbH Möglichkeiten gibt, das eingezahlte Kapital wieder zu realisieren.

Stand: 12.07.2016

Oliver Busch

Oliver Busch ist seit 1992 zugelassener Rechtsanwalt in München.

Sein Fokus liegt in den Bereichen Bank- und Börsenrecht, Kapitalanlagebetrug, Arbeitsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht.

Rechtsanwalt Busch ist als Autor und Referent zu verschiedenen Themen aus dem Kapitalanlagerecht tätig.