Gegen Verantwortliche der Eurosolid Energy GmbH & Co. KG sind im Zusammenhang mit einem Solarpark in Mecklenburg-Vorpommern Staatsanwaltschaft strafrechtliche Ermittlungen der wegen des Verdachts des Betruges anhängig, wie die Stuttgarter Zeitung mehrfach, etwa in Stuttgarter-Zeitung-de vom 11.06.2018, berichtet hat. Im Zusammenhang mit den strafrechtlichen Ermittlungen fanden auch Ende 2017 Durchsuchungen statt. Ermittlungen richten sich auch gegen Geschäftspartner der Stuttgarter Versicherung a. G..

Die von Eurosolid veräußerten Solaranlagen wurden von der Stuttgarter Lebensversicherung finanziert.

Hintergründe des Anlagemodells der Solaranlage Mecklenburg-Vorpommern

Der Solarpark in Mecklenburg-Vorpommern wurde betreut und entwickelt von der Firma Eurosolid Energy und die Firma Fleckenstein Solar hat den Solarpark gebaut, so die Stuttgarter Zeitung. Anleger konnten dabei einzelne Solaranlagen erwerben, wobei die Anlagesumme € 50.000,00 betrug. Von der Stuttgarter Versicherung wurde zur Finanzierung dieser Anlage ein zinsgünstiges Darlehen über 20 Jahre angeboten, wobei eine Verbindung mit einer Rentenversicherung oder einem Bausparvertrag möglich war. Der Kredit sollte mit den Erträgen aus der Anlage und den Steuervorteilen getilgt werden, wie die Stuttgarter Zeitung bereits im Januar 2018 zu berichten wusste.

Die Eurosolid Energy GmbH & Co. KG fungierte dabei nicht nur als Anbieter bzw. Verkäufer von den Solaranlagen, sondern sie hat auch deren Betrieb übernommen, so dass sich ein Anleger um nichts kümmern sollte müsste.

Anlagemodell Eurosolid gescheitert

Die versprochenen Renditeversprechen haben sich aber nicht erfüllt. Die Renditen bleiben hinter den Vorhersagen zurück, wie die Stuttgarter Zeitung zu berichten weiß.

Ein Verantwortlicher der Stuttgarter Versicherung hätte nach Angaben der Stuttgarter Zeitung die Zusammenarbeit mit Eurosolid früher überschwänglich gelobt und einige Anleger haben nach Angaben der Stuttgarter Zeitung bei der Stuttgarter Versicherung einen Garanten für die Seriosität des Angebots gesehen.

Möglichkeiten für Anleger der Eurosolid Energy

Vor dem Landgericht Stuttgart sind nach Berichten der Stuttgarter Zeitung von Anlegern Zivilprozesse gegen die Eurosolid Energy und auch die Stuttgarter Versicherung a. G. geführt worden und es sind auch nach wie vor Zivilverfahren anhängig.

Ob auch die Stuttgarter Lebensversicherung a. G., soweit diese die Käufer von Solaranlagen durch Anleger von der Eurosolid Energy finanziert hat, auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden kann, hängt davon ab, ob ein sog. verbundenes Geschäft bejaht wird. Dabei handelt es sich um eine Wertungsfrage, zu der verschiedene Auffassungen vertreten werden können und es ist in jedem Einzelfall eine Prüfung erforderlich, ob und gegen wen Ansprüche geltend gemacht werden können.

Betroffene Anleger, die von der Eurosolid Energy GmbH & Co. KG Solaranlagen erworben haben und wissen möchten, welche rechtlichen Möglichkeiten für Sie besteht, um eine Rückabwicklung zu erreichen bzw. einen Schadensersatzanspruch durchzusetzen, können sich gerne an die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner wenden.

Stand: 06.12.2018

Oliver Busch

Oliver Busch ist seit 1992 zugelassener Rechtsanwalt in München.

Sein Fokus liegt in den Bereichen Bank- und Börsenrecht, Kapitalanlagebetrug, Arbeitsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht.

Rechtsanwalt Busch ist als Autor und Referent zu verschiedenen Themen aus dem Kapitalanlagerecht tätig.