Über das Vermögen der Firma MWB Vermögensverwaltung wurde in der Schweiz ein Nachlassstundungsverfahren eröffnet, wobei im Rahmen dieses Nachlassstundungsverfahrens Vermögenswerte der Firma MWB Vermögensverwaltung AG an Gläubiger verteilt werden sollen. Mittlerweile wurde ein sogenannter Nachlassvertrag mit Vermögensabtretung geschlossen, der auch vom Bezirksgericht Zürich genehmigt wurde und ein Liquidator eingesetzt, der für die Verteilung von Vermögenswerten zuständig ist.

Geschädigten der Firma MWB Vermögensverwaltung AG wird empfohlen, ihre Schadensersatzansprüche im Nachlassstundungsverfahren anzumelden und geltend zu machen. Eine Rücksprache mit dem Liquidator hat ergeben, dass dies noch möglich ist. Die Schadensersatzansprüche müssen jedoch belegt und begründet werden, so dass sich die geschädigten Kapitalanleger anwaltlich beraten lassen sollten.

Klagen gegen die Firma MWB Vermögensverwaltung AG selbst, sind aufgrund des geschlossenen Nachlassvertrages unzulässig.

Unabhängig davon besteht für die geschädigten Kapitalanleger auch die Möglichkeit, die Verantwortlichen der Firma MWB Vermögensverwaltung AG, das heißt den Verwaltungsrat sowie die Geschäftsführung auf Schadensersatz in Anspruch zu nehmen. Verschiedenste Gerichte in Deutschland, wie z. B. das Landgericht Darmstadt, das Landgericht Bautzen, das Landgericht Passau, das Landgericht Köln und das Oberlandesgericht München haben Verantwortliche der Firma MWB Vermögensverwaltung AG mittlerweile zum Schadensersatz verurteilt.

Stand: 03.04.2012

Alexander Engelhard

Alexander Engelhard ist seit 1991 zugelassener Anwalt.

Seine Kernkompetenzen liegen in den Bereichen Kapitalanlagerecht, Wertpapierrecht, Bank- und Börsenrecht, dem Recht der Warentermingeschäfte, im Erbrecht sowie dem internationalen Privatrecht.

Rechtsanwalt Engelhard ist darüber hinaus für verschiedenste Veröffentlichungen im Bereich des Kapitalanlagerechts verantwortlich.