Von der Staatsanwaltschaft wurde nun gegen Verantwortliche des Anlagemodells Goldstar Investment Corp Anklage erhoben. Die beiden Hauptverantwortlichen sowie Helfern wird vorgeworfen, Anleger zu Einzahlungen mit Argumenten bewegt zu haben, dass es sich um eine lukrative aber absolut sichere Anlage handelt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben die beiden Haupttäter das Geld jedoch in erheblichen Teilen für ihren eigenen Lebensstil verwendet.

Wie wir bereits berichtet hatten, war Anlegern unter Bezeichnung „Goldstar Investment Corp“ der Abschluss von Investmentverträgen angeboten worden und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte bereits im Jahre 2015 angeordnet, ein insoweit ohne Erlaubnis betriebenes Einlagengeschäft abzuwickeln. Mit den angebotenen und abgeschlossenen Investmentverträge hatten sich die Verantwortlichen auch zu unbedingten Rückzahlungen gegenüber den Anlegern verpflichtet. Von dem von den Anlegern eingezahlte Kapital sollten binäre Optionen gekauft werden.

Damit hatten, wie berichtet, die Verantwortlichen unter der Bezeichnung „Goldstar Investment Corp“ ein Einlagengeschäft betrieben, ohne dafür über eine Erlaubnis der BaFin zu verfügen.

Was können Anleger tun, die der Verantwortlichen des Modells Goldstar Investment Corp Kapital zur Verfügung gestellt haben?

Für Anleger, die unter der Bezeichnung „Goldstar Investment Corp“ Investmentverträge abgeschlossen und Gelder an die Verantwortlichen gezahlt haben, kann zum Einen die Möglichkeit bestehen, Schadensersatzansprüche wegen des unerlaubten Betreibens von Einlagengeschäften durchzusetzen.

Nach den strafrechtlichen Ermittlungen und der Anklage der Staatsanwaltschaft kann außerdem auch die Durchsetzung eines Schadensersatzanspruchs gemäß § 823 Abs. 2 BGB i. V. m. § 263 StGB (Betrug) möglich sein. Zwar gilt zunächst die Unschuldsvermutung. Wenn sich die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft bestätigen, können sich auch entsprechende Schadensersatzansprüche für Anleger begründen lassen.

Die Kanzlei Engelhard, Busch & Partner berät und unterstützt betroffene Geschädigte, die unter der Bezeichnung „Goldstar Investment Corp“ Investmentverträge abgeschlossen haben und Gelder eingezahlt haben.

15.11.2017

Oliver Busch

Oliver Busch ist seit 1992 zugelassener Rechtsanwalt in München.

Sein Fokus liegt in den Bereichen Bank- und Börsenrecht, Kapitalanlagebetrug, Arbeitsrecht, Handels- und Gesellschaftsrecht.

Rechtsanwalt Busch ist als Autor und Referent zu verschiedenen Themen aus dem Kapitalanlagerecht tätig.